Firmenwagen

Bei der Firmenwagengestellung wird das betriebliche Kraftfahrzeug nicht nur für betriebliche Fahrten zur Verfügung gestellt, sondern darf auch für private Fahrten sowie für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte genutzt werden. Die Nutzung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs durch einen Arbeitnehmer für private Zwecke ist bei diesem als geldwerter Vorteil zu versteuern. Der geldwerte Vorteil der privaten Nutzung kann bemessen werden

  • pauschal mit monatlich 1 % des Brutto-Listenpreises (= unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers) zum Zeitpunkt der Erstzulassung, oder
  • mit den tatsächlichen, durch Fahrtenbuch ermittelten Kosten.

 

Der Wert der KFZ-Nutzung (Sachbezug) erhöht das vereinbarte Bruttogehalt und unterliegt der laufenden Lohnsteuer und ggf. der Sozialversicherungspflicht (soweit keine Pauschalbesteuerung stattfindet). Der Wert der KFZ-Nutzung wird dann als Nettobezug wieder abgezogen und damit innerhalb der Gehaltsabrechnung neutralisiert. Damit wird erreicht, dass (1) der Nettolohn des Arbeitnehmers um die LSt und SV-Beiträge (Arbeitnehmeranteil) auf den Wert der KFZ-Nutzung gemindert wird und dass (2) die KFZ-Nutzung beim Arbeitgeber als umsatzsteuerpflichtiger Ertrag („verrechnete Sachbezüge“) behandelt wird. Der Sachbezug wird als „Personalaufwand“ im Soll erfasst, der Netto-Abzug als „verrechneter Sachbezug“) im Haben, aus dem USt abzuführen ist. Damit wird der Sachbezug beim AG ergebnismäßig neutralisiert. Der tatsächliche Aufwand entsteht durch Abschreibung und die laufenden Unterhaltskosten des Fahrzeugs und nicht in der Lohnabrechnung.

 

Berechnungstool Firmenwgen
(Link zu
www.bbx.de)